Fenster

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So modernisieren Sie Ihre Fenster

Die effektivste und teuerste Methode der Fenstermodernisierung ist der Einbau moderner Fenster, dann können Sie bis zu 19 % an Heizkosten sparen.
Sollten Sie vor der Wahl neuer Fenster stehen, dann können Sie unter folgenden Materialien wählen, gestaffelt nach der Kostenhöh

  1. Kunststofffenster  bestehen aus PVC- Hohlprofilen mit 3 bis 7 Kammern. Die Kammern können ohne und mit Stahlprofilen ausgestattet sein. Die Kunststofffenster sind pflegeleicht, neigen aber im Laufe der Jahre zur Oberflächenmattheit. Die thermischen Eigenschaften liegen im Mittel bei 1,8 bis 2,2 W/m²K. Bei hohen Temperaturen können Farbänderungen und Verformungen auftreten. Helle Profile erreichen eine Oberflächentemperatur von 45 Grad, während dunkle Profile bis auf 80 Grad ansteigen können. Im Fall eines Brandes geben PVC- Fensterprofile das giftige Dioxin frei.
  2. Holzfenster sind in der Instandhaltung aufwändiger als Kunststofffenster, da alle 3 bis 5 Jahre ein Fensteranstrich erforderlich wird. Die thermischen Eigenschaften, die bei 1,2 bis 1,7 W/m²K je nach Holzart im Mittel liegen, sind besser als bei Kunststofffenstern. Die Kosten dieser Holzfenster liegen ca. 10 bis 20 % höher als bei Kunststofffenstern.
  3. Aluminium-Holz-Verbundfenster haben eine thermische Eigenschaft zwischen Holz- und Kunststofffenstern von 1,7 bis 2,0 W/m²K. Diese Fenster sind sehr pflegeleicht, haben eine hohe Witterungsbeständigkeit und sind dicht gegen Sturm und Schlagregen. Die Fensterprofile können sehr schmal gebaut werden und bewirken einen größeren Lichteinfall. Die Kosten sind ca. 130 bis 150 % höher als bei Kunststofffenstern. Mit einem PU- Kern unter der Aluabdeckung sind diese Fenster  auch für Passivhäuser,  insbesondere aber für Wintergärten, geeignet.
  4. Holzfenster für ein Passivhaus mit einem PU- Kern haben die besten thermischen Eigenschaften von 0,6 bis 1,0 W/m²K. Die Instandhaltung dieser Passivhausfenster ist ebenfalls aufwändig, weil auch diese Fenster alle 3 bis 5 Jahre gestrichen werden müssen. Die Kosten sind ca. 140 bis 170 % höher als bei Kunststofffenstern.

Einbau der Fenster

Durch die vielen Energiesparverordnungen in den letzten Jahren (EnEV) ist ein Zwang zum Energie sparen erzeugt worden, was den Einbau von neuen Fenstern maßgeblich verändert hat. Wurden die Fenster früher nur an der Wand befestigt und mit Holzwolle oder Papier abgedichtet, so müssen die modernen Fenster heute wärmebrückenfrei den Anschluss zwischen Mauerwand und Fensterrahmen meistern.

Hohe Anforderungen an den Fenstereinbau

Der neuen Fenster sind außenseitig bündig mit dem Außenmauerwerk einzusetzen, so dass die Außenwanddämmung auf den Fensterrahmen zu liegen kommt.  Es sind die Fensterrahmen am Mauerwerk mit umlaufenden vorkomprimierten Spezial- Fugendichtbändern abzudichten und mit diffusionshemmenden Klebebändern luftdicht abzukleben.
Hohe Anforderungen sind somit an die Fugendichtigkeit gegen Schlagregen, Tauwasserbildung und Wärmedämmung gestellt. Eine mangelhafte Ausführung kann durch einen zu niedrigen Taupunkt einen Feuchtigkeitsschaden mit Schimmelbildung erzeugen.

Die Sparvariante

Falls Sie keine modernen Fenster einbauen oder lieber eine Sparvariante wählen möchten, dann ist eine Wärmedämmung an den Fenstern auch möglich. Es gibt hierfür verschiedene Möglichkeiten. Die nachfolgende Aufzählung staffelt sich nach der Kostenhöhe:

  1. Die einfachste Möglichkeit und kostengünstigste Lösung wäre, die undichten Fenster mit einer  Gummi- Fensterdichtung oder elastischen Dichtungsbänder (nicht Schaumstoff) abzudichten. Die Kosten hierfür betragen ca. 15 € je Fenster und lohnen sich immer. Ob und wo ihre Fenster undicht sind, lässt sich leicht mit einem brennenden Teelicht feststellen.
  2. Sie können diese elastischen- Fensterdichtungsbänder auch von einem Tischler einfräsen lassen, wobei hier die Kosten mit ca. 90 € je Fenster erheblich höher wären.
  3. Wenn Sie noch Fenster mit einer Einfachverglasung haben und diese wärmetechnisch verbessern möchten, müssen diese Fenster nicht zwangsläufig herausgerissen werden, wenn sie im Kern noch gesund sind. Die Einfachscheiben können durch spezielle Wärmschutzglasscheiben mit der Bezeichnung „Kurz – Lang“ 4/12/4 (Scheiben 4 mm dick mit einem Luftzwischenraum von 12 mm) ersetzt werden. Der U-Wert der neuen Warmschutzscheibe verbessert sich somit von 5,8 W/m²K auf 1,3 W/m²K. Eine 40 x 130 cm große Scheibe kostet fix und fertig eingebaut ca. 195,00 €.
  4. Sollten Sie noch Kunststofffenster mit den alten Isolierglasscheiben (U- Wert = 3,0 W/m²K²)  aus den Jahren von 1970 – 1990 haben, so müssen Sie auch hier nicht die Fenster herausreißen, sondern nur die alten Isolierglasscheiben gegen moderne 2-fach Wärmeschutzglasscheiben mit einem U-Wert von 1,1 bis 1,3 W/m²k ersetzen lassen. Das Austauschen der Scheiben dauert noch nicht einmal 15 Minuten pro Fensterscheibe und macht so gut wie keinen Schmutz.
  5. Die teuerste Variante der Fensterverbesserung wäre der Austausch Ihrer Fenster mit einer 3-fach- Verglasung, wobei es hier auch noch Steigerungen von 0,7 bis 0,5 W/m²K gibt. Bei dieser Ausführung muss unbedingt überprüft werden, ob dieser Fensteraustausch lüftungstechnisch für Ihr Haus überhaupt möglich ist, da durch die hohe Dichtigkeit der Fenster ein mangelhafter Luftaustausch erfolgt. Lassen Sie sich unbedingt vor dem Fensteraustausch von einem Fachmann beraten.